Chronik

Seit 100 Jahren mit Schwung durchs Leben
Schneeschuhverein Schwäbisch Gmünd e.V. 1907 bis 2007

1Dank der Vorarbeit zum 75-jährigen Jubiläum des Herrn Dr. Hübner,  war die Vereinschronik bereits bestens aufgearbeitet. In ihm fand der Verein einen Chronisten, der mit einer Begeisterung und Genauigkeit, Daten und Ereignisse zurückverfolgte, besser gesagt erforschte, wie es wohl kein anderer getan und auch gekonnt hätte.

Hier nun ein kleiner Auszug:

Die Vorgeschichte

Angeregt durch den Norweger Young, ließen sich die Brüder Paul und Albert Hartmann aus Heidenheim von Verwandten aus Schweden die ersten Schneeschuhe kommen – mit diesen wurde dann fleißig auf der Ostalb geübt. Das war im Winter 1886. Auch der „Bundesvater Dinkelacker“ berichtet, dass er im Winter 1893 in Norwegen erstmals auf Schneeschuhen stand, und zur gleichen Zeit ließ sich der Pfarrer Gerok aus Essingen, der in Norwegen als Erzieher tätig war, mehrere Paar Schneeschuhe von dort kommen. Durch Pfarrer Gerok kamen Pfarrer Dreher von Degenfeld, später in Donnstetten, dann Pfarrer Klett von Hengen und Pfarrer Gussmann von Gutenberg auf diese „Schneeschuhe“.
Von Amtmann Hartmann von Essingen und von W. Scheuthle wurde am 25. Februar 1895 erstmals der Volkmarsberg mit Schneeschuhen erstiegen. Das war für die damalige Zeit ein Skierfolg.
Dass auch Graf Rechberg von Donzdorf schon im Winter 1896 seinen Forstwarten Schneeschuhe für ihre winterlichen Dienstgänge beschaffte, zeugt davon, wie eng die Pionierzeit des Skilaufs mit der hiesigen Gegend verknüpft ist.

In den 90er Jahren kamen durch Fritjolf Nansens Buch „Auf Schneeschuhen durch Grönland“ angeregt, die ersten nordischen Hölzer (Ski) nach Deutschland und vereinzelte „Ski-Pfadfinder“ zogen mit ihren Schneeschuhen durch die Lande, von den Zeitgenossen nicht wenig angestaunt, oft aber noch verlacht und verspottet ob solchen Tuns. Wie auch aus der Geschichte des Schwäbischen Schneelaufbundes (gegründet 1907) hervorgeht, waren wohl die Mitglieder vom Alpenverein (Sektion Schwaben 1869) und vom Albverein die ersten Interessenten des gemeinsamen „Schneeschuhfahrens“.

Der erste Skiläufer in Gmünd war jedoch ein Norweger. Herr Thune, Sohn eines Silberwarenfabrikanten aus Christiania (heute Oslo).

Er schrieb am 18. Dezember 1911 an den Apotheker Robert Deibele: „Im Besitze Ihres Geehrten vom 13. ds. kann ich Ihnen mitteilen, dass ich in den Jahren 1888 bis 1891 auf dem Fabrik des Herren Gebrüder Deyhle war. Ich hatte meine Ski von Norwegen mitgebracht und benutzte dieselben gelegentlich in diesen Jahren in den schönen Umgegend Gmünds speziell auf dem Rechberg, im Walde, hinter dem Bahnhof etc. Ich war damals ganz allein, meine Freunde, die das Skilaufen auf meinen Ski versuchten, kamen nicht weiter als zum Versuch. Wenn ich zu Haus kam, habe ich nach Auftrag Herrn Otto Deyhle ein Paar Ski geschickt. Stets zu Ihren Diensten zeichnend hoch achtend M. Thune.“

Nach Berichten des Karl Otto Lang (+), haben die ersten „echten Schwäbisch Gmünder“ Schneeschuhläufer im Winter 1892/93 im Schwerzer geübt – es handelte sich hierbei um die Herren Oberpostinspektor Schmid, Oberpostmeister Holzhauer und Apotheker Gundermann. Ihre Holzrösser seien noch störrisch und bockig gewesen. Die ersten in Gmünd bekannten Schneeschuhe wurden von der Firma Oechsle & Bildstein nach der Abbildung eines Paars Norweger Schneeschuhe angefertigt. Auch Apotheker Rathgeb soll mit den Gundermannschen Schneeschuhen gelaufen sein.

Mit dem Brief vom 30.11.1911 schreibt Otto Gundermann an Robert Deibele : „ Mit meinen Übungen, welche ich gewöhnlich auf den Anhöhen um den Schwerzer und den Rechberg machte, bin ich über die Anfangsgründe nicht hinausgekommen.
….Die Übungen machte ich zumeist allein, ebenso kleinere Ausflüge nach Strassdorf und dem Rechberg zu. Hinaufgekommen bin ich auf Letzteren nicht …“
Doch nicht in Ostwürttemberg, wo wir von zahlreichen Pionieren des Skilaufs berichten konnten, wurden die ersten Skiclubs gegründet, sondern z.B. in der Universitätsstadt Tübingen (1902), der Schwarzwaldstadt Freudenstadt, in Ulm/Donau (1904), in Heidenheim (1904) und natürlich Stuttgart (1905). Hier gründete die Sektion des Deutsch-Österreichischen Alpenvereins eine Schneeläuferabteilung, die einen großen Zulauf bekam.

Gründerzeit um 1900
Nach Schilderung des Karl Otto Lang
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Im Sommer 1906 machte Karl Otto Lang zufällig die Bekanntschaft mit Hermann Schwarzkopf, der mit Schneeschuhen über den Marktplatz lief, die er soeben im Ausverkauf bei der Firma Straub gekauft hatte. Interessiert wollte Karl Otto Lang von ihm wissen, ob er denn mit diesen Dingern fahren könne – doch Hermann Schwarzkopf verneinte und ging weiter seiner Wege. So endete diese kurze Begegnung.

Bei einem späteren Gespräch zwischen den Bekannten Hermann Schoell (I) und Karl Otto Lang – der diesem von seiner Begegnung mit dem Unbekannten und den Schneeschuhen berichtete, stellte sich heraus, dass dieser nach jener Begegnung auf dem Weg zu Hermann Schoell war und ihm von dem neugierigen Unbekannten erzählte.
Im Laufe des Herbstes und Frühwinters nahm Karl Otto Lang dann mit Schoell und Schwarzkopf Kontakt auf, Schoell bestellte Schneeschuhe.
Diese kleine Begebenheit war der Auftakt zur Gründung des Schneeschuhvereins.

Angeregt durch die allgemeine skisportliche Entwicklung im Lande, durch eine Anzahl norwegischer und schwäbischer Skipioniere, hauptsächlich aber durch die Unternehmungslust einiger Gmünder Kaufleute und Bergfreunde, kam die Gründung des Gmünder „Skiclubs“ zustande.
Vorbesprechung: Am 25. November 1907 wurden auf Veranlassung der Herren Schoell, Schwarzkopf, Weitenauer und Lang eine Anzahl Herren zu einer Vorbesprechung wegen Gründung eines Schneeschuhvereins in den „Bären“ eingeladen. Der Einladung folgten gegen 20 Herren, von denen sich die Mehrzahl nach einer kurzen Ansprache eines der Einberufer als Mitglieder einschreiben. Es wurde beschlossen, die gründende Hauptversammlung am Donnerstag, den 5. Dezember 1907 in die „Torbäckerei“ einzuberufen. Der Skiclub Gmünd hatte den Zweck, durch gemeinsame Übungen und Wanderfahrten das Schneeschuhlaufen zu fördern und zu verbreiten. Anfangs konnten nur ausübende Schneeschuhläufer Mitglieder werden, doch war es auch möglich, als „angemeldeter Gast“ an den Übungs- und Wanderfahrten des Clubs teilzunehmen. Der Vorstand bestand aus:
Karl Otto Lang, Vorsitzender; Hermann Schoell (I), Rechner und Schriftführer; Hermann Schwarzkopf, Robert Deibele,Theo Weitenauer.
28 Mitglieder schrieben sich bei der Gründung ein. Die Frage eines Clubzeichens wurde bis auf weiteres auf die Seite gestellt. 3
Am 09.01.1908 trat der Verein dem 1907 in Stuttgart gegründeten „Schwäbischen Schneeschuhbund (SSB)“ bei.  Auf Wunsch des SSB wurde die anscheinend zu moderne Bezeichnung „Skiclub Gmünd“ in „Schneeschuhläufervereinigung Gmünd“ umgetauft.
Der Jahresbeitrag und die Aufnahmegebühr wurden bei Gründung auf je eine Goldmark festgesetzt.

Im Laufe der Zeit erfolgten dann die ersten Annäherungsversuche mit anderen Vereinen, so z.B. im November 1909 mit dem Bretterclub Donzdorf. Dort wurde angefragt, ob sie nicht geneigt wären, mit uns gemeinsam einen Schneeschuhkurs abzuhalten und ob ihre Hütte diesen Winter noch fertig werde.
Schon in den ersten Vereinsjahren wurden ansprechende größere Touren in der näheren und weiteren Umgebung unternommen.

Neben dem Schwarzwald, der mittleren Alb bei Kirchheim war insbesondere auch das Kalte Feld sehr früh ein Skifahrzentrum. So wurde das Bundesfest des Schwäbischen Schneeschuhbundes am 30. Januar 1910 auf dem Kalten Feld mit Wett- und Sprungläufen abgehalten. Die Beteiligung an dem Bundesfest wurde von sämtlichen Mitgliedern zugesagt. Der Einsatz für die Wettläufer von 2,00 Mark wurde von der Vereinskasse übernommen. Als Teilnehmer meldeten sich die Herren Carl Nittinger, Stauber und Hermann Schönhardt. Letzterer war Mitbegründer des Schneeschuhvereins.

Die Beziehungen des Schneeschuhvereins waren weitläufig, was aus Einladungen der Schneeschuhvereine München und Baiersbronn/Schwarzwald zum Wettlauf zu entnehmen ist. Robert Deibele war auch Bundesausschussmitglied und Mitglied der Schneeschuh-Abteilung der Sektion Schwaben des Deutsch-Österreichischen Alpenvereins Stuttgart (Mitgliederverzeichnis 1909).
Der Verein wurde von vielen aktiven Mitgliedern getragen. Viel Engagement zeigte auch der langjährige Schriftführer Carl Nittinger.
Im Jahre 1912/13 ist der Verein auf 75 Mitglieder angewachsen. Daher wurde beschlossen, die Mitgliederaufnahmen nimmt der Ausschuß in geheimer Abstimmung vor. Es entscheidet die Stimmenmehrheit, bei Stimmengleichheit entscheidet der Vorstand. Beim Ausschuß müssen mindesten 5 Mitglieder anwesend sein.

Der Verein hatte auch eine Zeitschrift „der Winter“. Die Verteilung habe sich gut bewährt, nur fehlte es manchmal an der Weitergabe durch die Mitglieder. Auch wird berichtet, dass der Verein immer stärkeren Zuwachs bekommt, da der Schneeschuhsport sich immer mehr Bahn bricht und die Vorurteile Vieler immer mehr an Boden verlieren. Die Anregung, die Wirtschaft auf dem Kalten Feld zu pachten, fand wenig Beachtung.
In der Versammlung vom 22.11.1912 wurde eine Jugendabteilung für Jünglinge unter 16 Jahren gegründet.
Der 1. Weltkrieg

Der Winter 1914/15 stand im Zeichen des 1.Weltkrieges.
Über die für das Vaterland gefallenen Mitglieder wurde in der 1. HV nach dem Kriege berichtet und man hoffte dass im kommenden Winter wieder Frieden sei – doch auch im Winter 1915/16 wütete der Weltkrieg in noch schärferem Maße weiter, und es war immer noch kein Frieden in Sicht. Bei der HV waren 8 Mitglieder anwesend.

Nachdem der Weltkrieg sein Ende gefunden hatte, konnte der Schneeschuhverein seine früheren Mitglieder, soweit sie noch vorhanden waren, wieder zusammensuchen. 19 Zunftgenossen waren am 19. Dezember 1818 im „Josefle“ erschienen. 10 Mitglieder sind gefallen – darunter ist auch das Gründungsmitglied Alfred Heinle.
Aus Heeresbeständen bekam der Verein vom Schneeschuhbund 10 Paar Schneeschuhe für die Jugendabteilung.

Im Winter 1921/22 wurde das Schneeschuhfahren Mode. Der Verein bekam großen Zuwachs, was allerdings auch auf die guten Schneeverhältnisse zurückzuführen war. Auch der Zusammenhalt innerhalb des Vereins und bei den Ausflügen wurde größer.

In den Jahren 1924-26 traten neue, aktive Leute an die Spitze des Vereins, die über viele Jahre das Vereinsgeschehen mitbestimmten. Hier sind zu nennen: Direktor Eduard Wenger als 1. Vorstand, Hermann Schoell (II), Karl Gustav Lang, Georg May, August Brust, Kurt Heyd, Hermann Ulmer.

20 Jahre Schneeschuhverein – die Jubiläumsfeier fand am 25. November 1927 im Mozartsaal der „Torbäckerei“ statt.
240 Mitglieder zählte der Verein jetzt. Die Lose der Gabenverlosung waren angesichts der wertvollen Preise, die von Mitgliedern und Gönnern des Vereins gestiftet waren, bald verkauft. Der Überschuß wurde dem Hüttenfond gutgeschrieben.

Generationswechsel

Im Oktober 1930 wird der jungen Generation die Leitung des Schneeschuhvereins anvertraut. – Direktor Wenger, der zu dieser Zeit beruflich stark engagiert war, konnte das Amt des 1. Vorsitzenden nicht mehr beibehalten. Das Resultat der Wahl an diesem Abend war: Hermann Schoell (II) 1. Vorsitzender, Fritz Knödler 2. Vorsitzender.
Mit Hermann Schoell, der von Jugend an mit dem Skilauf eng vertraut war, kam ein Vorstand ans Ruder, der auch im Bereich des Schwäbischen Schneelaufbundes als Rennläufer und Wettkämpfer einen guten Namen hatte. 32 Jahre übte er sein Amt mit großem Elan aus. In seine Amtszeit fiel der Übergang zum NS-Sport, der 2.Weltkrieg und der Wiederaufbau des Vereins. Wettkampf, Tourenwesen und Winteralpinismus wurden von ihm gleichermaßen gefördert. Viele fröhliche, gesellige Zusammenkünfte schweißten die zahlreichen Mitglieder zusammen.
Für den in der NS-Zeit zum Vereinsführer ernannten Vereinsvorstand Hermann Schoell war es nicht immer leicht, die Individualität des Vereins zu erhalten. Alle Sportler sollten doch in einer riesigen Sportorganisation zusammengefaßt werden. Doch unter Hermann Schoell blieb der alte, zünftige Sportsgeist erhalten. (Brief an den Gaubeauftragten)

Vor der Nazizeit konnte der Schneeschuhverein Schwäbisch Gmünd am 19. November 1932 sein 25-jähriges Jubiläum feiern. Es wurde eine Festschrift herausgegeben, die das Winterprogramm 1932/33 und empfehlenswerte Skitouren im der Umgebung von Gmünd enthielt. Mit dem 25-jährigen Jubiläum hat der SVG ein neues Vereinszeichen entwickelt, welches bis 1966 gültig war. (Einladung und Festschrift)

Dann kam der Krieg 1939/45. Aus den Jahresberichten ist zu entnehmen, dass viele der Skikameraden an die Front gerufen wurden.
Aus diesem Grund ist das Vereinsleben stark in Mitleidenschaft geraten.
Der Einschnitt, den der 2. Weltkrieg für den Staat, für die Menschen, für die Familien brachte, zog auch in das Vereinsleben eine tiefe, nicht leicht zu schließende Furche. Bald nachdem Not und Schrecken sich gelegt hatten und das Vereinsverbot der Besatzungsmacht aufgehoben wurde, trafen sich im Herbst 1946 die Gmünder Skiläufer wieder. Ski waren zu dieser Zeit Mangelwaren und Verkehrsmittel gab es kaum, weshalb man sich auf Aktivitäten im geselligen Bereich in der Umgebung der Stadt Schwäbisch Gmünd beschränken mußte. Improvisation und Kameradschaft waren die Basis für das neue Zusammengehörigkeits-gefühl der Wintersportler. Besonderen Anklang fanden die Nikolausfeiern.
Daraus entwickelte sich dann nach der Währungsreform 1948 schnell eine erstaunliche Aktivität. Es wurden Kinderskikurse abgehalten, die von der bewegungshungrigen Jugend gerne angenommen wurde. Die ersten Ausfahrten nach Bolsterlang, Dalaas, Davos waren äußerst beliebt, da das Auto als Verkehrsmittel dem Einzelnen kaum zur Verfügung stand und auch die Grenzformalitäten Schwierigkeiten bereiteten.

Auch der Tourenlauf fand seine Interessenten. Um August Brust sammelte sich eine Gruppe nimmermüder, die im heimischen Gelände ebenso wie im Allgäu und darüber hinaus sich zu Touren zusammen fanden. Der Wettkampfsport, hier in erster Linie im alpinen Bereich, kam zaghaft wieder in Gang. Ohne Lift wurde Sonntag für Sonntag in der Mulde trainiert, wobei man die Asse an den neu aufgekommenen Langriemenbindungen klar vom Normalvolk unterscheiden konnte. Wettkämpfe in Kirchheim, Wiesensteig, Unterkochen und auch gelegentlich im Allgäu erforderten auch damals viel Begeisterung.
Das 40-jährige Jubiläum wäre 1947 fällig gewesen. Das 50-jährige Bestehen des Vereins konnte am 16. November 1957 im Festsaal des Hotels Pelikan unter der Leitung von Hermann Schoell (II) gefeiert werden.
Am 19. Januar 1955 wurde der Schneeschuhverein in das Vereinsregister (Nr,262 / jetzt VR 180) eingetragen.

Das Interesse am Wintersport wuchs, die Mitgliederzahlen stiegen kontinuierlich an, was zwangsläufig zu einer Änderung der Organisationsform führen mußte. Der erste Schritt war wohl die Gründung der „Skischule Kaltes Feld“, als Gemeinschaftsinitiative des Schneeschuhvereins und der Bergwacht im Jahre 1958. Unter der Pionierarbeit von Rudi Brosch wurde das Bedürfnis vieler Skiinteressenten, die aus Österreich und Frankreich kommenden neuen Techniken zu erlernen, planmäßig in eine gut organisierte Skischule umgesetzt. Nachdem sich dann die Bergwacht zurückgezogen hatte, wurde auch die seither vom Verein unter Leitung von Walter Brotzer betriebene Kinderskischule in die Organisation der „Skischule Kaltes Feld“ mit einbezogen.

Vorstandswechsel

Zur Hauptversammlung am 22. November 1962 wurde dann Erich Schrade als 1. Vorsitzender und Günther Heyd als 2, Vorsitzender gewählt.
Durch das Vordringen der Technik wurde auch in unserem heimatlichen Skigebiet sehr bald der Ruf nach einem Lift laut. In Zusammenarbeit mit dem Skiclub Degenfeld wurde die VSZ im Jahre 1963 gegründet und ein Schlepplift in der Großen Mulde, drei Jahre später der Sessellift im Steinbühl in Betrieb genommen. 5
Aufgrund der Erfolge bei auswärtigen Rennen wollte man beim Schneeschuhverein auch ein interessantes Rennen im heimischen Gebiet veranstalten. So entstand das „Kalte Feld Derby“, welches erstmals 1963 auf der von der VSZ neu geschaffenen hochalpinen Piste am Osthang veranstaltet wurde. Doch leider konnte diese Veranstaltung wegen Schneemangels nicht immer regelmäßig durchgeführt werden. Urlaubsausfahrten wurden vom Verein regelmäßig in kleinem Rahmen durchgeführt. So ergab sich auch innerhalb der Skischule ein Bedarf, durch geprüfte Übungsleiter während des Skiurlaubs betreut zu werden. Dadurch entwickelte sich unter dem Dach der „Skischule Kaltes Feld“ ein umfangreiches Ausfahrtenprogramm, welches inzwischen zu einer festen Einrichtung wurde.

Unter Erich Schrade und Günther Heyd konnte dann am 7. Oktober 1967 das 60-jährige Jubiläum gefeiert werden. In der Festrede von Erich Schrade ist nachzulesen, dass das Vereinsleben dank der Tatkraft zahlreicher ideal gesinnter Helfer in hoher Blüte steht.
Die Wettläufer des Vereins, seit 1962 geführt von Hermann Schoell (III) stehen gleichrangig mit den Großvereinen des Bezirks Mittlere Alb. Mit Uschi Feuerle hat der Verein zur großen Freude eine zweifache schwäbische Skimeisterin in seinen Reihen.

Vorstandswechsel

Bei der Hauptversammlung im Jahr 1968 wurde dann Hermann Schoell (III) als 1. Vorsitzender gewählt.
Die vielen Exkursionen ins Allgäu waren wohl die Ursache, dass man sich bereits sehr früh Gedanken machte, einen festen Stützpunkt in den schneesicheren Bergen zu finden. So wurde von ihm im Jahr 1969 eine kurzfristige Ausschußsitzung einberufen, um über den Erwerb einer Hütte abzustimmen. Dieser Traum wurde dann 1970 wahr. Als man aus einer recht verlumpten Hütte in Riezlern das inzwischen sehr beliebte und bestens ausgestattete „Schwäbisch Gmünder Haus“ machte. Durch seinen enormen Einsatz – zusammen mit August Lutz – hat Hermann Schoell (III) für den Verein und das „Gmünder Haus“ sehr viel geleistet.

Vorstandswechsel

Das Resultat der Hauptversammlung im Jahr 1976 war ein neuer 1.Vorsitzender – Gerfried Witt. Unter seiner Leitung konnte im Jahr 1982 das 75-jährige Bestehen des SSV gefeiert werden. Der Festabend fand im Prediger statt und der Jubiläumsball in der Stuifenhalle in Waldstetten. Als besonderen Gast an diesem Abend, konnte G.Witt, das Gründungs- und Ehrenmitglied Hermann Schönhardt begrüßen. In seiner Rede heißt es: „Die kontinuierliche Entwicklung der Mitglieder des Vereins, konnte nur geschehen, da sich immer wieder Mitglieder fanden, die sich idealistisch für die Belange des Vereins eingesetzt haben, neben ihrem Beruf und ihrer Familie.“ Sein Dank galt allen, die dabei mitgeholfen haben und noch immer mithelfen. Für herausragende sportliche Leistungen konnte Georg Feuerle an diesem Abend geehrt werden. Über ihn schrieb Hermann Schoell (III) in der Jubiläumsschrift: „In der Ära Feuerle vollendete einige Jahre später Georg Feuerle, besser bekannt unter dem Namen „Schorschi“ den „Hat-Trick“. Auch er holte von der neu eingeführten Schülerklasse über die Jugend zu den Aktiven mehrere Bezirkstitel und war lange Zeit Mitglied im Verbandskader. Seine größten Erfolge erzielte er als Schwäbischer Jugend-Vizemeister 1978 im Slalom, als Bezirksmeister und Vizemeister 1978 im Riesentorlauf und Torlauf, sowie einen tollen 2. Platz im Medico-Cup, einem Baden-Württembergischen Punkterennen.

Beruflich sehr eingespannt, stellte Gerfried Witt, nach achtjähriger Tätigkeit, im Jahr 1984 sein Amt als 1.Vorsitzender zur Verfügung – gewählt wurde: Anton Krieg.
In den Jahren seiner Tätigkeit, konnte er viel für den Verein leisten, er war immer selbst dabei, ob beim Skikurs, oder bei alpinen Wettbewerben.
Im Jahr 1985 konnte Anton Krieg bei der HV das neue Pächterehepaar des Gmünder Haus – Herr und Frau Waldhör – begrüßen. Als beste Rennläufer konnten Christine Nagel und Ralf Worret geehrt werden.
1987 entschied man sich für ein EDV-Vereinsprogramm, um den Mitgliederbestand auf Vordermann zu bringen, dies wurde von Marianne Schäfer durchgeführt. Jupp Thost, der über 25 Jahre Sportwart des Vereins war und viele junge Talente zu Erfolgen geführt hat, der sich durch nimmermüden Einsatz für den Verein verdient gemacht hat, schied 1990 altersbedingt aus, auch Margot Schabel als Kassiererin schied aus. 6

Nach sechs Jahren erfolgreicher Entwicklung des Vereins konnte Anton Krieg sein Amt  im Jahr 1990 an Werner Hartmann übergeben – 2.Vorsitzender wurde Anton Betz. Eine der ersten Tätigkeiten von Werner Hartmann war die Planung und Erstellung eines Ganzjahresprogrammes der Skischule. An der 1. Skieuropameisterschaft der Gmünder in Europa, nahm man 1993 teil – Alexander Krieg wurde Europameister und Mannschaftsmeister.
Im Jahr 1995 konnte unter der Leitung von W.Hartmann das 25-jährige Jubiläum des „Schwäbisch Gmünder Hauses“ gefeiert werden. Er konnte in Riezlern viele Persönlichkeiten der Stadt, der einzelnen Fraktionen, Vertreter des  Sport- und Schulamtes, Vorsitzende div. Vereine, usw. begrüßen, die den Weg nach Riezlern gefunden hatten. Sei besonderer Dank ging an die Helfer des Festausschußes: Willi Baur, Gerfried Witt und Heinz Frey.
Ein weiteres Jubiläum konnte dann im Jahr 1997unter seiner Leitung, das 90-jährige Bestehen des Vereins, in Form einer Oldie-Night in der Uhlandhalle abgehalten werden.

Bei den Wahlen im Jahr 1999 fielen die Stimmen auf Peter Kovacs als 1.Vorsitzenden. Unter seiner Leitung konnte dann im Jahr 2000 Günther Heyd für seine 75-jährige Mitgliedschaft besonders geehrt werden. Ein Jahr später dann Werner Fuhr. Gegen Ende des Jahres 2001, konnte Peter Kovacs das neue Verwalterehepaar des „Gmünder Hauses“ in Riezlern – Herr und Frau Meyer – begrüßen. Im Jahr 2003 wurde das Ehepaar Feuerle für 75 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Für das Jahr 2004 stellte Peter Kovacs sein Amt zur Verfügung.

Erneuter Generationswechsel

Bei der Hauptversammlung am 17. Mai 2004 im „Weissen Ochsen“ wurde Dr. Kai-Udo Modrich zum 1. Vorsitzenden gewählt.  Als neuen Ort der Hauptversammlung wählte er das „Rokokoschlößchen“, wo dann 2005 die erste Hauptversammlung per Power-Point-Präsentation stattfand.
Ausgestattet mit einer neuen Vereinssoftware wurden unter der Regie von Schriftführerin Anja Neugebauer die Mitgliederdaten kontrolliert und erweitert. Für besondere Leistungen in den Jahren 2005 und 2006 konnte Dr. Kai-Udo Modrich die Rennläufer Theresa Hammele, Philipp Koziara und Alexander Breunig auszeichnen. Einen besonderen Dank erhielt auch der „Webmaster“ Herbert Zink, der für den Verein einen tollen Internetauftritt erstellt hatte. Unter der Internetseite www.sv-gmuend.de sind alle Veranstaltungen, Berichte, Bilder usw. per Mausklick abzurufen.
Im Jahr 2006 beauftragte Dr. Kai-Udo Modrich einen Steuerberater um eine detaillierte Finanzanalyse beim „Gmünder Haus“ durchzuführen – es wurden keine Auffälligkeiten festgestellt, jedoch soll sich zukünftig ein eigener Hausausschuß mit dem „Gmünder Haus“ beschäftigen.
Im gleichen Jahr verabschiedete sich Didi Burkhardt als Leiter der Skischule – sein Nachfolger wurde Stefan Dolderer.